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10.09.2006, 22:44
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Teammitglied - Ansprechpartner für Fragen zum Sozialrecht
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Registriert seit: 01.04.2005
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Etwas beschäftigt mich seit Tagen
Etwas beschäftigt mich noch seit einigen Tagen. - aus einem anderen Forum
Ich habe neulich im Chat gesagt, als es um das Thema Behinderung ging, dass ich es manchmal mit in meine Geschichten einbaue.
Daraufhin gab es einen Aufschrei, wie ich sowas den machen könnte.
Ich fragte, ob 80 Grad Behinderung reichen würden.
Man entschuldigte sich daraufhin bei mir.
Ich empfinde es beschämend, dass ich mich als Behinderter outen zu muß, um über eine Behinderung sprechen und schreiben zu dürfen.
Nicht weil mir meine Behinderung peinlich ist, sondern weil man mich zwingt, es zu offenbaren, und ich nicht frei entscheiden kann, wann, wie und ob ich es will.
Weil man mir andernfalls schreckliche Sachen vorwürft.
Und das ist nicht nur hier, sondern vielerorts.
Ich habe kein Problem, über Behinderung zu erzählen, wenn man mich fragt. Aber ich will es nicht als Eintrittskarte benutzen, um etwas zu einem Thema sagen zu dürfen.
Gruß
Flipy
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10.09.2006, 22:48
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Teammitglied - Ansprechpartner für Fragen zum Sozialrecht
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Registriert seit: 01.04.2005
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Zitat:
„Du bist für mich nicht behindert“ und er gab mir gleich am Anfang einen Satz mit auf meinen Weg:
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Den Satz kenne ich, und ich hätte ihn jahrelang unterschrieben.
Eine meiner Freundinnen sagte dieses mal zu mir.
Ich habe Jahre gebraucht, um zu fragen:
"Warum sprichst Du mir die Behinderung ab? Weil ich Umgehungslösungen gefunden habe, um an mein Ziel zu kommen? Ich fast immer ankomme?
Weil ich gelernt habe, aus dieser Behinderung das beste zu machen?
Weil ich mittlerweile sage: "Behindert, naund?"
Ich werde behindert. Ich kann keine 2 1/2 Kilometer laufen, wie neulich auf dem Betriebsausflug "verlangt" (20 Minuten lt Auskunft).
Ich würde es gern, aber ich kann es nicht.
Etwas behindert mich.
Ich bin in dem behindert, was ich gerne tun würde.
Das weiß und akzeptiere ich.
Ich habe etwas dagegen, wenn man mir die Entscheidung abnimmt, etwas zu tun, oder zu lassen, weil an glaubt, dass ich es kann, oder eben nicht.
Das ist der Punkt, an dem ich mich von den Menschen behindert fühle.
Mit meinem Körper kann ich umgehen.
Flipy
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11.09.2006, 04:31
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Teammitglied - Entscheidungsträger
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Registriert seit: 01.08.2005
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lieber flipy,es ist die angst der menschen vor einer behinderung,sie versuchen so lange zu blocken bis man mit dicken hammern kommt.behinderung wird oft und gerne tot geschwiegen weil man sich dann nicht mit ihr auseinenadersetzten möchte.und die menschen wollen vielerorts nichts davon hören,nachdem du ausgesprochen hast du bist behindert konnten sie nicht mehr die augen verschliessen.und sie musten dir zuhören.vor allen dingen die meisten sehen das erlebe ich immer wenn ich die gäste frage haben sie einen behinderten ausweis,(wegen der kurtaxe) wir sind doch nicht blöd,was glaubst du wie oft ich da aufklärungsarbeit leiste.behinderung-blöd ist ein begriff,behinderung -gehbehindert ,ist verständlich, behinderung -organisch wird mit faul gleichgesetzt.so ist es leider immer wieder.dies ist ein punkt wo mir sehr viel noch dran arbeiten müssen.obwohl wenn ich bedenke wie sehr sich das in den letzten 20 jahren gebessert hat,anderseits schadet es den behinderten das ganz häufig ein mörder oder ein kinderschänder einen § bekommt.ich hatte auch schon vorgeworfen bekommen naja die sind doch alle gleich,bei denen sieht man das auch nicht.mit anderen worten aufklären und immer wieder aufklären.
ich kann dich verstehen das dich das beschäftigt macht es das bei fast jeden der behindert ist.und wenn du dann noch in einen chat anfängst wo man spaß haben möchte wo man lustig sein will,wirst du immer wieder auf unverständnis stossen.leider ist es so.lass es uns anpacken dies zu ändern.
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17.09.2006, 03:03
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Teammitglied - Ansprechpartner für Fragen zum Sozialrecht
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Registriert seit: 01.04.2005
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Ein guter Freund sagte mir eben, dass es ihn abschreckt, wenn ich auf Mitgefühl ebenso Reagiere wie auf Mitleid oder Anerkennung.
Mit Spott.
Weil ich nicht damit umgehen kann.
Ich werde darüber nachdenken.
Flipy
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17.09.2006, 09:40
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Teammitglied - Entscheidungsträger
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Registriert seit: 01.08.2005
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flipy mache dich deswegen nicht verrückt.es kann auch sein das deine anttene dir das richtige sagt.es gibt menschen die denken sie zeigen mitgefühl es kommt aber wie mitleid rüber.der steg zwischen mitgefühl und mitleid ist extrem dünn,und ausschlaggebend ist in diesen punkt wie es bei dir ankommt.ein behinderter möchte weder mitgefühl noch mitleid,er will mensch sein.und dies ist nur möglich wenn dich dein gegenüber ohne mitgefühl oder mitleid behandelt.ich meine damit nicht wenn es dir gerade schlecht geht und der andere zeigt mitgefühl sondern das konstanze mitgefühl.das geht gesunden auf den keks stellt es gleichzeitig zum teil eine entmündigung dar wie behinderten die um ihr recht als mensch kämpfen.mitgefühl hat nur in ausnahmesituationen bei freunden etwas zu suchen und darf auf keinen fall eine freundschaft beherschen.
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