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02.10.2007, 11:03
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Kinder-Autositze
Kinder-Autositze
Welcher ist der beste Sitz? Das Angebot der Auto-Kindersitze wird immer größer. Aber sind diese auch wirklich sicher? Hier finden Sie einige Tipps, wie Sie beim Kauf eines Autositzes am besten vorgehen.
Das Angebot der Auto-Kindersitze wird von Jahr zu Jahr umfangreicher. Gleichzeitig wird es immer problematischer, den besten Kindersitz für die eigenen Bedürfnisse zu finden.
Wer ganz sicher gehen will, dass der Autositz auch perfekt zum Fahrzeug passt, der kann zu einem Sitz aus dem Zubehörprogramm der Autohersteller greifen. Diese Sitze passen in der Regel am besten zum jeweiligen Fahrzeug, da der Hersteller die Kompatibilität bereits geprüft hat.
Ansonsten gilt die Faustregel:
Der beste Autositz ist immer der, den Sie sorfältig ausgewählt haben, der also gut zu Kind und Auto passt und den Sie konsequent ( auf jeder Fahrt) und korrekt verwenden.
Vorgehensweise beim Autositzkauf- Suchen Sie die Gewichtsgruppe, die richtig ist für Ihr Kind:
Gruppe 0: für Kinder bis 10 kg
Gruppe 0+: für Kinder bis 13 kg
Gruppe 1: für Kinder von 9-18 kg
Gruppe 2: für Kinder von 15-25 kg
Gruppe 3: für Kinder von 22-36 kg
Manchmal ist ein Sitz auch über mehrere Gewichtsgruppen weg zugelassen. - Der Sitz muss zu Ihrem Auto passen. Er sollte leicht ein- und auszubauen sein, sicher und ohne zu wackeln auf seinem Platz stehen, und der Sicherheitsgurt des Autos muss lang genug sein, um den Sitz vorschriftsmäßig festzumachen.
- Unbedingt in Ihrem Wagen ausprobieren! Sie können ja so lange beim Händler einen Scheck hinterlegen. Lässt er ein Ausprobieren nicht zu, so sollten Sie einen anderen Händler aufsuchen.
- Lassen Sie sich Ein- und Ausbau sowie Anwendung zeigen. Zusätzlich sollten Sie auch die Gebrauchsanleitung genau durchlesen. Zeigen sich dabei Abweichungen, sollten Sie im Zweifel unbedingt noch einmal beim Verkäufer (und/oder beim Hersteller) nachfragen. Verkäufer kennen oft nicht alle Produkte genau.
- Nehmen Sie Ihr Kind mit zum Ausprobieren. Es soll sich schließlich wohl fühlen in dem Sitz. Der beste Sitz taugt nichts, wenn das Kind ihn nicht akzeptiert, denn dann gibt es bei jeder Fahrt Theater. Am besten lassen Sie es das Bezugsmuster auswählen, dann ist es "sein" Sitz.
- Seien Sie wachsam bei Billigangeboten. Oft sind das alte Modelle oder solche zweifelhafter Herkunft, manchmal ohne Zulassung. Sehen Sie auf dem Etikett (meist orange) nach: Dort muss ein E im Kreis sein, und die Prüfziffer darunter muss mindestens mit 03 oder (seit Anfang 2006) mit 04 beginnen.
- Wenn der Sitz, den Sie sich ausgesucht haben im Budget ist - prima. Wenn nicht, lohnt die Suche nach Auslaufmodellen. Sitze, die in den Tests von ADAC/ Stiftung Warentest vor ein oder zwei Jahren gut abschnitten haben, sind heut immer noch eine vernüftige Wahl.
- Bei Gebrauchten Sitzen, die es für 30 oder 50 Euro auf Kinderflohmärkten zu kaufen gibt, sollte man darauf achten, dass sie in sehr gutem Zustand sind. Sicherheitsexperten raten daher nachzufragen, woher der Sitz stammt, ob er einen Unfall oder einen schlimmen Sturz hinter sich hat, und nicht älter als vier Jahre ist. Ältere Sitze sind oft von den aktuellen Sicherheitsstandards weit entfernt und zeigen Materialermüdungen, die man nicht auf den ersten Blick erkennen kann.
So fahren Sie sicher
Im täglichen Gebrauch sollten Sie diese Punkte beachten: - Niemals einen rückwärts gerichteten Sitz auf dem Beifahrerplatz montieren, wenn es dort einen Airbag gibt (der nicht zuverlässig abgeschaltet werden kann). Auch vorwärts gerichtete Sitze möglichst nicht mit dem Beifahrer-Airbag kombinieren, Autositz sonst möglichst weit zurückschieben. Kopf- und Seitenairbags "beißen" sich nicht mit Kindersitzen.
- Kindersitze immer verwenden, auch auf der kürzesten Strecke. Innerorts passieren die meisten Unfälle! Wird Ihr Kind in anderen Autos mitgenommen, geben Sie ihm seinen Sitz mit, falls es dort keinen passenden gibt.
- Die sichersten Plätze sind hinten. Am besten in der Mitte (bei Beckengurt nur, wenn der Sitz dafür zugelassen ist), sonst rechts, damit zur Gehwegseite ausgestiegen werden kann.
Wenn Sie sehen möchten, wie man(n) einen Kindersitz - nach anfänglichen Schwierigkeiten - richtig montiert, dann sehen Sie sich unseren FILM zum Thema an. Die häufigsten Fehler- Die Gurtführung ist falsch. Lesen Sie die Anleitung genau; fragen Sie vor allem beim Benutzen von fremden Kindersitzen noch einmal nach - jeder Sitz ist anders!
- Das Gurtschloss sitzt zu hoch auf der Brust des Kindes (siehe "Gurtschloss"). Bei neuen Produkten (ab 44/03) passiert das nicht mehr, da ein Schrittgurt das Hochrutschen verhindert.
- Der Sitz ist zu lose befestigt.
- Der Fangkörper wird weggelassen (bei Systemen mit "Tischchen").
- Der Gurt wird unter dem Arm durchgeführt (bei Sitzerhöhungen).
- Anschnallen: Der Gurt des Kindersitzes muss richtig festgezurrt sein, nicht zu fest, aber auch nicht zu locker: Eine Erwachsenenhand soll ganz flach noch zwischen Schultergurt und Brustkorb passen. Dicke Winterkleidung sollte sich nie zwischen Kinderkörper und Gurt befinden! Statt dessen eine Jacke oder Decke über das angeschnallte Kind legen.
- Kindersicherung an der Autotür immer einstellen.
- Wie bringe ich drei Kinder unter?
Am besten natürlich alle auf der Rückbank. Ist dort nicht genügend Platz, kommt das Älteste auf den Beifahrersitz. Oft passt für den Mittelplatz mit Beckengurt der "Römer Vario" (bis 25 kg zugelassen). - Was mache ich, wenn sich mein Kind loszuschnallen versucht?
Sie müssen ihm klar machen, dass nur gefahren wird, wenn alle im Auto angeschnallt sind. Halten Sie konsequent bei der nächsten Möglichkeit an, und fahren Sie erst weiter, wenn der Gurt zu ist. Das nervt, ist aber nach mehrmaligem Wiederholen erfolgreich. Denn nichts ist so langweilig wie ein stehendes Auto. - Was bringt die Liegestellung?
Die sollte nur im Notfall zum Einsatz kommen; die aufrechte Stellung ist immer sicherer. Deshalb: Keine langen Nachtfahrten mit Kindern planen! - Der Kopf meines Kindes fällt immer zur Seite, wenn es einschläft.
Für solche Fälle gibt es V-förmige Schlafkissen (z. B. von Sandini), die auf die Brust des Kindes gelegt werden und das Abkippen des Kopfes verhindern. - Kann ich auch meinen Säugling schon im Auto transportieren?
Kinder unter vier Wochen sollten nur in Ausnahmefällen im Auto mitfahren, dann aber auf keinen Fall ungesichert auf dem Arm oder in der Tragetasche, sondern in einer rückwartsgerichteten Babyschale. Testwertung 2007 - Bis 13 KG (Gruppe 0+)- Wenn Sie nun noch unter mehreren Sitzen auswählen wollen, können Sie sich hier informieren, welche beim letzten Test der Stiftung Warentest und des ADAC sehr gut bis befriedigend abgeschnitten haben:
Bis 13 KG (Gruppe 0+)
- Maxi Cosi Cabriofix mit Easyfix (ca.268 Euro): sehr gut
Wichtig:
Die Note "sehr gut" für die Babyschale von Maxi Cosi gilt nur, wenn sie mit der Easyfix-Basis und diese mit dem Isofix-Haken in der Karosserie verankert wird. Wird die Babyschale zusammen mit der Easyfix-Basis nur mit dem Dreipunktgurt befestigt, gilt die Note "gut".
 - Recaro Young Profi Plus Isofix (ca.238 Euro): gut
Wichtig:
Die Note "gut" gilt nur, wenn die Babyschale von Recaro auf der Isofix-Basis befestigt wird. Wird sie ohne Isofix-Basis und nur mit dem Dreipunktgurt befestigt, gilt die Note "befriedigend".
 - Maxi Cosi Citi SPS (ca.99 Euro): gut
 - Maxi Cosi Bébé Confort Creatisfix (ca.225 Euro): gut
 - Concord Ion (ca.149 Euro): gut
 - HTS BeSafe iZi Sleep (ca.159 Euro): gut
Bis 18 KG (Gruppe 0/1)- Teamtex Driver SP (ca.80 Euro): befriedigend
- Akta Graco Duologic (ca.500 Euro): befriedigend
9 bis 18 KG (Gruppe 1)- Kiddy Infinity Pro (ca.139 Euro): gut
 - Maxi Cosi Priorifix (ca.289 Euro): gut
 - Chicco Key 1 Isofix (ca.219 Euro): gut
 - Römer Duo Plus (ca.270 Euro): gut
 - HTS BeSafe iZi Comfort X1 Isofix (ca.350 Euro): gut

Geändert von Caro (02.10.2007 um 11:06 Uhr).
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02.10.2007, 11:07
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9 bis 36 KG (Gruppe 1-3)
- STM Starlight SP (ca. 190 Euro):
ADAC:befriedigend
15 bis 36 KG (Gruppe 2-3)
- Römer Kidfix (ca.160 Euro): gut
- Maxi Cosi Rodi XR (ca.139 Euro): gut
- Concord Lift Evo PT (ca.134 Euro): gut
- Wavo Junior (ca.95 Euro): gut
Testwertung 2006
- Bis 13 KG (Gruppe 0+):
- Boboline Easybob Maxi SPP (ca.132 Euro): gut
- Chicco Synthesis X-Plus (ca.99 Euro): gut
- Kiddy Maxi Pro (ca.129 Euro): gut
- Maxi Cosi CabrioFix mit Easyfix (ca.270 Euro): gut
- Peg Perego Primo Viaggio SIP (ca.169 Euro): gut
- Recaro Young Profi Plus Isofix (ca.230 Euro): gut
- Fisher Price Safe Voyage infant carrier (ca.89 Euro): befriedigend
Bis 18 KG (Gruppe 0/1):
- getesete Kindersitze haben Noten von "ausreichend" bis "mangelhaft".
9 bis 18 KG (Gruppe 1):
- Bébé Confort Iseos Safe Side Isofix (ca.340 Euro): gut
- Maxi Cosi Priorifix (ca.295 Euro): gut
- Maxi Cosi Tobi (ca.230 Euro): gut
9 bis 36 KG (Gruppe 1, 2, 3):
- Kiddy Life Pro (ca.249 Euro): gut
- Britax Evolva 123 Ultra (ca.180 Euro): befriedigend
- STM Storchenmühle Starlight SP (ca.199 Euro): befriedigend
15 bis 36 KG (Gruppe 2, 3):
- Concord Lift Evo PT (ab. 129 Euro): gut
- Cybex Solution Plus (ca.120 Euro): gut
- Römer Kid Plus 06 (ab.135 Euro): gut
- Boboline Multibob SPP (ca.154 Euro): befriedigend
- Chicco Key 2-3 (ca.129 Euro): befriedigend
- Jané Indy Plus Team (ab.159 Euro): befriedigend
Kindersitz-Datenbank
Eine Kindersitz-Datenbank, mit unterschiedlichen Modellen für alle Gewichtsklassen finden Sie unter www.autokindersitz.at.
Sie ist die erste öffentliche Datenbank Europas, in der aktuelle Produktinformationen des internationalen Kindersitzmarktes in objektiver und übersichtlicher Form für Eltern jederzeit abrufbar sind so etwa Daten und Fakten der neuesten Kindersitze und ihrer Vorgängermodelle, Informationen zu Sicherheitsnormen und Zubehör, Crashtest-Ergebnisse, Expertisen, Empfehlungen und vieles mehr.
Autor: Rudolf Böhler
Quelle: http://www.eltern.de/familie_erziehu.../auto.html?p=5
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