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  #1  
Alt 03.03.2008, 14:20
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evma evma ist offline
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Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard Physikalische Therapie

Wenn es an Muskeln und Gelenken zwickt und zwackt, dann sind oft Massagen und Wärmebehandlungen hilfreich. Doch muskuläre Probleme sind nicht die einzigen Beschwerden, die mit Hilfe der physikalischen Therapie behandelt werden können.


Die Physikalische Therapie ist ein Teilgebiet der Physiotherapie, in dem die medizinischen Behandlungsformen zusammengefasst sind, die auf physikalischen Methoden beruhen. Dazu gehören neben Massagen und Wärmetherapien Behandlungen mit Gleichstrom, Infrarot- und UV-Licht, Wasseranwendungen und weitere mechanische Behandlungen wie Lymphdrainagen.
Physiotherapeuten und Rehabilitativmediziner

Nach der Definition aus der deutschen Weiterbildungsordnung für Fachärzte umfassen physikalische und rehabilitative Medizin "die sekundäre Prävention, die Erkennung, die fachbezogene Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation bei Krankheiten, Schädigungen und deren Folgen mit den Methoden der physikalischen Therapie, der manuellen Therapie, der Naturheilverfahren und der Balneo- und Klimatotherapie sowie die Gestaltung des Rehabilitationsplanes".
Fachärzte für Physikalische und Rehabilitative Medizin arbeiten meistens in Rehabilitationskliniken. Die Weiterbildungszeit beträgt 5 Jahre und umfasst neben 3 Jahren in diesem Fachgebiet auch je ein Jahr in Innerer Medizin und Chirurgie. Physiotherapeuten findet man nicht nur in Reha-Einrichtungen, sondern ebenso in eignen Praxen und Therapiezentren. Hier werden Patienten ambulant behandelt.
Wer bekommt Physikalische Therapie?

Physikalische Therapiemaßnahmen werden immer dann eingesetzt, wenn Schmerzen oder Funktionseinschränkungen durch Überlastung, als Folge von Verschleiß und Abbauprozessen, nach Operationen oder nach schweren Verletzungen wie durch Unfälle, Schlaganfälle aufgetreten sind. Mit Hilfe physikalischer Therapien soll die Normalfunktion wiederhergestellt werden, der Patient von Schmerzen befreit werden, Mobilität und Lebensqualität verbessert werden. Über die Verbesserung von Durchblutung und Nährstoffversorgung der verschiedenen Gewebe werden Reaktionsfähigkeit und die allgemeine körperliche Fitness angehoben.
Als Bestandteil eines therapeutischen Maßnahmenkataloges wird Physikalische Therapie in der Regel von den Krankenkassen übernommen. Das gilt ebenso für die Maßnahmen, die bei niedergelassenen Physiotherapeuten außerhalb des Krankenhauses und in Kureinrichtungen in Anspruch genommen werden.
Aktiv und passiv

In der physikalischen Therapie unterscheidet man aktive und passive Maßnahmen. Zu den aktiven Maßnahmen, bei denen der Betroffene einen wichtigen eigenen Beitrag leisten muss, gehören Krankengymnastik, Bewegungstherapie und Atemtherapie. Die passiven Maßnahmen beinhalten unter anderem die Balneotherapie (zum Beispiel bei Schuppenflechte), Elektrotherapie, Wärmepackungen, Ultraschalltherapie und vieles mehr.
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  #2  
Alt 03.03.2008, 14:22
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

Gründliche Anamnese ist entscheidend

Gerade weil es im Rahmen der Physikalischen Therapie sehr viele unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten gibt, ist die Wahl der richtigen Therapie entscheidend. Warum das so wichtig ist, soll an folgendem Beispiel dargestellt werden:
Bei älteren Menschen treten Erkrankungen und chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes und Herzschwäche häufiger auf. Das kann die Anwendung einiger Therapiemaßnahmen, unter anderem der Krankengymnastik, einschränken.
Weil physikalische Maßnahmen direkten Einfluss auf die Körperfunktionen nehmen, ist es wichtig, die speziellen Veränderungen in der Funktion der Organsysteme zu berücksichtigen. Im Alter sind Herz und Kreislauf insgesamt weniger belastbar, die Elastizität der Haut lässt nach. Auch das Bindegewebe, das Stützgewebe für Skelett und Knochen ebenso wie das Gefäßsystem sind nicht mehr so elastisch wie in jüngeren Jahren. Dazu kommt, dass die Sensibilität der Hautnerven nachlässt und die Muskelmasse schwindet. All diese Faktoren müssen berücksichtigt werden, wenn zum Beispiel krankengymnastische Übungen gemacht werden sollen, weil der Umfang der jeweiligen Übungen, die Dauer und die Übungsgeräte entsprechend ausgesucht werden müssen.
Individuell und gesundheitsfördernd

Physikalische Therapien müssen immer den individuellen Gesundheitszustand des Patienten berücksichtigt werden: Das gilt für alle Patienten, vor allem aber für ältere. Unabhängig davon, ob es sich um Massage, Bädertherapie, oder Elektrotherapie handelt, ist die physikalische Therapie für den Körper anstrengend – und zwar unmittelbar und direkt. Der Therapeut muss also vor Therapiebeginn den Patienten und seine Krankheiten kennen, um dessen individuelle Belastbarkeit abschätzen zu können. Wichtig ist außerdem, mit dem Patienten ein Behandlungsziel festzulegen, das sich in den Rahmen des gesamten Behandlungsplans einfügt. Gerade bei aktiven physikalischen Maßnahmen ist der Behandlungserfolg nur durch die Mitarbeit des Patienten zu erreichen.

quelle gesundheit.de
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