Hoher Stellenwert der Ergo- und Physiotherapie im Epilepsiezentrum Bethel Zu den größten Versorgungseinrichtungen für Epilepsiepatienten in Deutschland gehört das Epilepsiezentrum Bethel in Bielefeld. Das dortige Informations-, Therapie- und Versorgungsangebot ist überaus groß. Ein Beispiel von vielen, auf das im therapeutischen Bereich besonders großen Wert gelegt wird, ist die Ergo- und Physiotherapie. So soll mit Hilfe der Ergotherapie vor allem herausgefunden werden, welche Grundfähigkeiten in Abhängigkeit von der Anfallssituation und der medikamentösen Therapie der einzelne Epilepsiepatient hat. Schwerpunktmäßig sollen dabei die Parameter Konzentration, Ausdauer, Belastungsvermögen, grob- und feinmotorische Geschicklichkeit sowie spezifische Fähigkeiten, die für die Ausübung des erlernten oder angestrebten Berufes oder einer Tätigkeit erforderlich sind, untersucht werden. "Gemeinsam mit den Patienten wird zu Beginn des Aufenthalts ein individueller Arbeitsplan erstellt. Je nach den Zielsetzungen werden handwerkliche, theoretische und gestalterische Aufgaben angeboten. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, sich in einem Büroübungsbereich zu erproben. Darüber hinaus sollen Haushalts- und Kochtraining Hilfestellungen zum selbstständigen Leben geben", so die Experten in Bethel. Es gibt aber auch ein vielfältiges Sportangebot, da sich gezeigt hat, dass sich körperliche Aktivität auf die Anfallssituation positiv auswirken kann. Und die Kinderabteilung? Sie bietet natürlich auch Interessantes an: Eine Krankengymnastin und eine Ergotherapeutin befassen sich insbesondere mit der motorischen und sensorischen Entwicklung ihrer kleinen Patienten und beraten Eltern und Betreuungspersonen in Bezug auf Hilfsmittelversorgung und den Umgang mit besonderen Problemen oder machen Vorschläge zu Fördermöglichkeiten.
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