Tai Chi
Tai Chi, genauer „Tai Chi Chuan“, heißt übersetzt „Der beste Weg der Faust“. Es ist ein System der sogenannten Inneren Schule der Kampfkünste, das Meditation und Übungen zur Stärkung der Gesundheit enthält.
Tai Chi ist Teil eines komplexen Systems der asiatischen Medizin, zu dem auch Akupunktur, Akupressur, Kräuterheilkunde und Massage zählen. Zusammen mit diesen Bereichen dient Tai Chi dazu, ein langes Leben zu fördern und das spirituelle Bewusstsein zu unterstützen.
Bewegungen um die Harmonie zwischen
Geist, Seele und Körper zu fördern
Die Grundlage jedes Tai-Chi-Stils ist die Ausübung der „Form“. Eine Form ist eine Folge langsamer, anmutiger Übungen, die nach einem bestimmten Muster ausgeführt werden. Es gibt kurze und lange Formen, die von einem Stil zum anderen variieren. Der Überlieferung nach beinhaltet eine lange Form 108 Bewegungen und ihre Ausführung kann von 20 Minuten bis zu einer Stunde dauern. Eine kurze Form schließt 48 oder manchmal auch nur 37 Bewegungen ein, die selten mehr als fünf bis zehn Minuten in Anspruch nehmen. Die Übungen einer Form sind wichtige Selbstverteidigungsbewegungen.
Sie haben Namen wie „Stoße mit der rechten Ferse“ und „Schlage mit der verborgenen Faust“. Sie werden in einer langsam fließenden Sequenz ausgeführt, um die allgemeine Entspannung und Harmonie zwischen Geist, Körper und Seele zu fördern. Die Bewegungen führen zu dieser Harmonie, da sie dazu bestimmt sind, den Fluss von Chi oder der Energie, die durch die Körperkanäle, die sogenannten Meridiane fließt, wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Außerdem regulieren sie die Zirkulation der Körperflüssigkeiten wie Blut und Lymphe.
Idealerweise sollte Tai Chi im Freien ausgeführt werden. In China ist es üblich, die Form in der Nähe von Bäumen zu bilden, damit man die von ihnen abgegebene Energie aufnehmen kann.
Wo immer man Tai Chi ausübt, ist es wichtig, den Geist zu entspannen und zu sammeln und sich so auf die Atmung zu konzentrieren, dass man sie mit allen Bewegungen des Körpers koordinieren kann. Diese besondere Beachtung der Atmung hat Tai Chi die Bezeichnung „Meditation in Bewegung“ eingebracht.
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Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann.
(Christian Morgenstern)
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