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18.04.2006, 18:37
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Petö-Therapie
Die Petö-Therapie: Hilft sie auch Kindern mit geistiger Behinderung?
Immer wieder im Gespräch ist die Petö-Therapie. Sie geht zurück auf den ungarischen Arzt Andràs Petö (1893-1967), der 1952 in Budapest ein Institut zur Förderung von Kindern mit motorischen Behinderungen gründete. Er war Mediziner, aber auch Schriftsteller und hatte sich eingehend mit der Psychotherapie beschäftigt. Daher verfolgte er einen ganzheitlichen Ansatz und betrachtete die Bewegungsstörung nicht isoliert, sondern bezog die gesamte Persönlichkeit mit ein.
Bei der Therapie nach Petö wird Wert darauf gelegt, die Eigenaktivität und Selbstständigkeit der Kinder anzuregen. Zielgerichtete und vor allem motivierte Handlungen sind hierbei Basis für Lernerfolge. Bedeutsam sind die soziale Kommunikation und die Sprache.
Damit sind die wichtigsten Elemente von Petös so genannter Tätigkeitstheorie benannt. Sie legt die Persönlichkeitsentwicklung als ein harmonisches Ineinandergreifen von Erkenntnisprozessen einerseits und gefühlsbetonten Prozessen andererseits zu Grunde. Der Bewegung als Tätigkeit kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu.
Mit seiner Behandlungsmethode schuf Petö das Berufsfeld der Konduktorin/des Konduktors. In dieser Qualifikation sollen die Kompetenzen, die beispielsweise in Deutschland auf Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie und Psychologie verteilt sind, zusammengeführt werden.
In der konduktiven Förderung werden zum einen motorische Grundfähigkeiten wie Sitzen, Stehen, Laufen und die Feinmotorik geübt. Zum anderen sollen geistige Fähigkeiten gefördert werden, zum Beispiel durch das so genannte Rhythmische Intendieren, bei dem die Kinder durch rhythmisches Sprechen, Singen oder Reimen angeregt werden. Für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung ist die Petö-Therapie nur bedingt geeignet, da es – je nach Grad der Behinderung – leicht zu einer Überforderung kommen kann. Damit die Förderung erfolgreich ist, wird von den Mädchen und Jungen volle Konzentration und hohe Selbstmotivation gefordert. Deswegen ist mit besonderer Sorgfalt auf die mögliche Indikation für die konduktive Förderung zu achten: Nicht überraschend profitieren offenkundig diejenigen Kinder am meisten von diesem Förderansatz, die eine cerebrale Bewegungsstörung haben und nicht lernbeeinträchtigt sind. Es gibt Einrichtungen, in denen eine mehrstündige Petö-Förderung für jeden Tag vereinbart werden kann. Es gibt aber auch Kindergärten oder Grundschulen, die eine in der Petö-Therapie ausgebildete zusätzliche Kraft beschäftigen, um diese spezielle Begleitung in den Kindergarten- oder Schulalltag einzubinden. Zu beachten ist, dass die Petö-Therapie von der Krankenkasse nicht bezahlt wird.
Quelle: www.lebenshilfe.de
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18.04.2006, 19:45
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empfehlenswert ist es.selbst nach budapest zu reisen und sie dort zu lehrnen.ideal ist ein dreimonatiger aufenthalt um sicher die kenntnisse zu erlangen.es kommt preislich nicht teurer als hier die behandlung selbst zu bezahlen fürs gleiche geld hat man dort die möglichkeit ein intensives programm zu durchlaufen.wir waren gerade jetzt bzw vor ein paar wochen in budapest und haben uns dort auch die einrichtungen angesehen und uns über preise informiert.
in fehmarn haben wir ein mädchen wo die eltern jahrelang hingefahren sind und tolle erfolge verzeichnet wurden.
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16.09.2006, 14:56
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Petö
PetöDie konduktiv mehrfachtherapeutische Förderung wurde von Prof. Dr. Andras Petö, einem österreichisch-ungarischen Arzt und Bewegungspädagogen, speziell für Cerebralparetiker in den 40er Jahren in Budapest entwickelt.
Petö geht davon aus, daß cerebrale Störungen immer die ganze Persönlichkeit und demnach alle Lernprozesse umfassen. Deshalb müssen die Kinder ganzheitlich behandelt werden. Das geschieht anhand eines Therapieprogramms, daß die verschiedenen bisher zeitlich und räumlich getrennten Therapien zusammenführt und in den Alltag integriert. Eltern und Kinder haben nicht mehr verschiedene auf ein Gebiet spezialisierte Therapeuten, die miteinander koordiniert werden müssen, sondern eine therapeutisch-pädagogische Anlaufstelle, zum Beispiel den Kindergarten.
Ziel der Förderung ist es erlernte komplexe Handlungen in den Alltag integrieren um damit eine größtmögliche Selbständigkeit des Kindes zu erreichen. Die Förderung zeichnet sich also durch einen unmittelbaren Alltagsbezug aus. Im Mittelpunkt steht dabei immer das Kind als emotionales Wesen mit seiner Persönlichkeit. Die Förderung findet in einer Gruppe statt, so daß der Nachahmungseffekt mit einfließen kann. Je nach Alter der Kinder umfaßt die Konduktive Förderung Beratung der Eltern, stundenweise Förderung, halb- oder ganztägiger Kindergarten sowie Schule.
Konduktive Förderung nach Petö ist in Deutschland noch nicht sehr weit verbreitet und wird nicht unbedingt von den Kassen übernommen.
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16.09.2006, 14:57
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Was bedeutet Konduktive Förderung?
Die aus Ungarn stammende Fördermaßnahme entwickelte der Budapester Mediziner Professor Doktor Andràs Petö vor rund 50 Jahren. Die „Konduktive Förderung“ richtet sich an Menschen, die unter cerebralen Bewegungsstörungen leiden. Dabei handelt es sich um Störungen, die durch Schädigungen des Gehirns oder des Rückenmarks hervorgerufen werden.
Andràs Petös Ansatz dabei war: Die durch Schäden des Zentralnervensystems verursachten Störungen sind keine Krankheiten, sondern vielmehr Lernprobleme. Sie sollen deshalb nicht mit medizinischen Methoden therapiert, sondern mit pädagogischen Mitteln überwunden werden.
Ziel der „Konduktiven Förderung“ ist die weitgehende Unabhängigkeit eines Betroffenen von Hilfsmitteln und Personen im alltäglichen Leben.
Konduktive (= zusammenführende) Förderung beabsichtigt das Zusammenführen von Entwicklungs-, Lern- und Erziehungsprozessen des Betroffenen in einem einheitlichen Ansatz. Die Fördermaßnahmen werden von einem Therapeuten, dem so genannten Konduktor, übernommen: Er ist Physiotherapeut und Logopäde, Motopäde, Sonderpädagoge, Erzieher, Pfleger sowie Lehrer zugleich.
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16.09.2006, 14:59
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Ziele der Konduktiven Förderung
Der/Die Betroffene soll in allen Lebensbereichen weitgehend auf Hilfsmittel oder die Unterstützung durch andere Menschen verzichten können. Es soll ihnen auf diese Weise ermöglicht werden, so umfassend und so autonom wie möglich ihr Leben zu gestalten
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16.09.2006, 15:00
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Prinzipien der Konduktiven Förderung
Die „Konduktive Förderung“ betrachtet die Bewegungsstörung nicht isoliert, sondern bezieht die gesamt Persönlichkeit mit ein: - So werden zum einen motorische Grundfähigkeiten wie das Sitzen, Stehen, Gehen, Laufen und die Feinmotorik geübt
- Darüber hinaus geht es um den Auf- und Ausbau geistiger Fähigkeiten, den Ausdruck und die Beherrschung der Gefühle, die Förderung der Sprache
- sowie die Selbstständigkeit im lebenspraktischen Lernbereich (zum Beispiel: Essen, Ankleiden, Hygiene)
„Konduktiv“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „zusammenführend“. Damit ist die Integration der drei genannten Entwicklungs- und Persönlichkeitsbereiche in einem einheitlichen pädagogisch-therapeutischen Ansatz gemeint. - Technische Hilfsmittel: zum Beispiel Petö-Möbel (Stühle mit unterschiedlich hohen Lehnen, Pritschen, Barren, Sprossenwände), Reifen, Holzstäbe
- Orthopädische Hilfsmittel: zum Beispiel Orthesen (Schienen), Ein-, Zwei- und Dreipunktstöcke, Rollatoren
- Übungsmaterial: zum Beispiel Bälle, Ringe, Spielzeug
- Rhythmisches Intendieren: Die Konduktoren motivieren die Kinder durch rhythmisches Sprechen, Singen oder Reime aufsagen.
- Gruppendynamik In eine Gruppe integriert, wird die Motivation des Kindes gesteigert.
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16.09.2006, 15:01
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Das Berufsbild des Konduktors

Die vielen verschiedenen Förderaufgaben werden nicht von mehreren Spezialisten übernommen, sondern von einer Person, dem/der Konduktor/in.
In Ungarn absolvieren die Konduktoren ein vierjähriges Hochschulstudium am staatlichen Petö-Institut in Budapest. Der Lehrplan spiegelt dabei die Grundelemente und die Struktur des Petö-Systems wider. Theoretische und praktische Anteile sind aufeinander bezogen. Die Praxis wird im Verlauf der Ausbildung immer bedeutender und dominiert ab dem fünften Semester. Den Abschluss des Studiums bildet eine Diplomarbeit
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16.09.2006, 15:02
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Konduktive Förderung in Deutschland
Ein erster Modellversuch zur „Konduktiven Förderung“ für hirngeschädigte Kinder wurde zwischen 1990 bis 1992 an der Taunusklinik Falkenstein von Karin Weber und Michael Rochel durchgeführt. Gefördert wurde dieses Projekt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
Seit 1994 gibt es bundesweit verschiedene Angebote der ungarischen Therapieform. Es gründeten sich in den darauffolgenden Jahren der Bundesverband FortSchritt und seine 20 Mitgliedsvereine in Deutschland.
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16.09.2006, 15:07
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Teammitglied - Entscheidungsträger
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Registriert seit: 01.08.2005
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Charakteristisch ist ein sparsamer Einsatz von
einfachsten Hilfsmitteln wie Sprossenstühlen und
Holzpritschen, die den Kindern Halt geben
beim Gehen, Sitzen und bei den Übungen.
Die tägliche Behandlungsdauer beträgt bei Kindern
ab 3 Jahren ca. 4 Stunden und ab 6 Jahren ca. 6 Stunden.
Die Petö-Methode ist für Kinder mit der
Diagnose Spastik, Athetose, Ataxie und Spina Bifida
geeignet.
Konduktive Förderung wird auch in Österreich,
England, Israel und Hong-Kong erfolgreich angewandt.
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