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Alt 12.05.2007, 08:42
vienetta vienetta ist offline
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Registriert seit: 04.08.2006
Beiträge: 3.585
Standard Zoo statt Rehaklinik

Patienten gehen im Krefelder Zoo mit Tieren auf Tuchfühlung
Zoo statt Rehaklinik

Raus aus Praxis und Fitness-Studio und hin zur Natur: Im Krefelder Zoo können heute erstmals Reha-Patienten mit Tieren auf Tuchfühlung gehen.

Streicheln erlaubt: Seelöwen und Schlangen sollen im Krefelder Zoo als "Therapeuten" fungieren.
10.01.07 - Die bundesweit bislang einzigartige Therapie mit Zoo-Tieren stärke Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl der Patienten, sagte Tierpark-Sprecherin Petra Schwinn am ersten Reha-Tag. "Die Leute kommen raus aus der künstlichen Umgebung, weg von Gummimatten und Wackelbrettern und wollen sich dann oft nicht mehr schonen." Die Tiertherapie ist das Ergebnis eines Zusammenschlusses des Zoos mit einem Reha-Spezialisten.

"Die Patienten sitzen nicht mehr in einem Raum. Sie machen etwas Sinnvolles, befassen sich mit lebenden Objekten", sagte der Sprecher der Gesellschaft für innovative Gesundheitslösungen in Krefeld, Christof Schössler. So könnten Rheuma-Patienten beispielsweise beim Füllen von Bambusrohren mit Tierfutter helfen und damit die Finger trainieren. Das Streicheln von Schlangen oder Tapiren sorge bei Schlaganfall-Patienten für neue Reize und ein Spaziergang durch das Regenwaldhaus sei ein gutes Herz-Kreislauf-Training.

Mit Seelöwe, Tapir und Schlange auf Du und Du

Nach ersten Plänen sollen die Patienten engeren Kontakt zu Tieren wie Seelöwen, Tapiren und Schlangen aufnehmen können. Affen, Großkatzen, Nashörner und Giftspinnen seien natürlich tabu, erklärte Schössler. Geplant seien für Gruppen von 10 bis 15 Patienten zunächst zwei Reha-Tage innerhalb von zwei Wochen. Gespräche mit Medizinern und Therapeuten sollen das Tagesprogramm mit Tierkontakt ergänzen.

Die Therapie mit Zoo-Tieren sei nicht zu verwechseln mit Reha- Maßnahmen für Schwerkranke, wie beispielsweise einer Delfin-Therapie. "Der Zoo soll in schöner, angenehmer Umgebung nach und nach auf den Alltag vorbereiten", sagte Schössler. ag / dpa
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