karlsruher pass
maf) Der frühere "Karlsruher Pass" ist mit Jahresbeginn zum Kinderpass geworden. Der gelbe Ausweis berechtigt rund 5 300 Mädchen und Jungen aus sozial schwachen Milieus sowie eine erwachsene Begleitperson zum kostenlosen oder ermäßigten Eintritt in städtische und kulturelle Einrichtungen sowie zur Nutzung von Bussen und Bahnen. Der Karlsruher Pass sei zur Disposition gestanden, erinnerte Bürgermeister Harald Denecken an die hitzigen Diskussionen über den Fortbestand der freiwilligen Leistung, deren Kosten im Zuge von Hartz IV und der damit verbundenen Steigerung der berechtigten Nutzer aus dem Ruder zu laufen drohten. Der Gemeinderat zog im September die Notbremse und entschied sich, nur noch arme Kinder zu bedenken. Im aktuellen städtischen Haushalt stehen für das Angebot 533 00 Euro zur Verfügung. In den Genuss kommen Kinder bis 15 Jahre, deren Eltern Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II erhalten. In Theatern, Museen, im Fächerbad und bei KSC-Spielen gelten für sie günstige Tarife - freien Eintritt gewährt der Zoologische Stadtgarten. Weiter enthält der Kinderpass Freikarten für städtische Bäder und den KVV sowie diverse Gutscheine, darunter auch einen so genannten Bildungsgutschein im Wert von 40 Euro, der unter anderem bei der Jugendkunstschule, beim Badischen Konservatorium, bei der Volkshochschule oder im Jubez eingelöst werden kann.
Ausgabestelle für den "Karlsruher Kinderpass" ist das Jugendfreizeit- und Bildungswerk des Stadtjugendausschusses am Kronenplatz. Der Pass kann formlos beantragt werden. Damit alles glatt geht, müssen die späteren Nutzer Nachweise über das Einkommen aller Familienmitglieder sowie ein Passfoto des Kindes mitbringen. Informationen gibt es unter der Telefonnummer 133-56 71.
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