Trier (kobinet) Die in Rheinland-Pfalz erprobte EURECARD ermöglicht es den Menschen in der Grenzregion, die über einen Schwerbehindertenausweis verfügen, Vergünstigungen und Erleichterungen in Anspruch zu nehmen. Nun ist die Nutzung der EURECARD auch für behinderte Menschen aus Trier und dem Landkreis Trier-Saarburg möglich.
Die grenzüberschreitende EURECARD gilt für Vergünstigungen in der Grenzregion zu Belgien, Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden. Dies teilten der Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Sozialministerium und Landesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen von Rheinland-Pfalz, Dr. Richard Auernheimer, der Landrat des Landkreises Trier-Saarburg, Günther Schartz, und der Bürgermeister der Stadt Trier, Georg Bernarding, sowie Leo Hammes, Geschäftsführer der eifelsports.de Sport und Tourismus GmbH heute in Trier gemeinsam mit. Der Staatssekretär hob dabei die Bedeutung des grenzüberschreitenden Angebotes hervor. Die EURECARD leiste einen wichtigen Beitrag zur grenzüberschreitenden Mobilität und zur gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung.
Die EURECARD wurde im Jahr 2001 eingeführt und für Rheinland-Pfalz in den beiden Landkreisen Bitburg-Prüm und Daun erprobt. Sie ermöglicht es den Menschen in der Grenzregion, die über einen Schwerbehindertenausweis verfügen, beispielsweise Vergünstigungen und Erleichterungen beim Einkauf und bei der Nutzung von kulturellen oder touristischen Angeboten oder von barrierefreien Infrastrukturen in Anspruch zu nehmen. Beispielhaft können dies kostenlose oder beitragsreduzierte Mitgliedschaften in Vereinen, Rabatte beim Einzelhändler, mit einem Nachlass ausgestattete Eintrittspreise für Veranstaltungen wie Messen, Sportveranstaltungen, Unterhaltungsveranstaltungen oder Vorträge, für Museen und Ausstellungen oder zum Beispiel für Schwimmbäder sein.
Seit November 2000 haben sich nach Angaben der Projektpartner auf freiwilliger Basis bis heute in Rheinland-Pfalz etwa 220 kommunale Einrichtungen und privatwirtschaftliche Dienstleister im kulturellen und touristischen Bereich, Einzelhändler und Gewerbetreibende der nun vier beteiligten kommunalen Körperschaften bereit erklärt, am EURECARD-Projekt mitzuwirken und diesen Ausweis anzuerkennen. Die Adressen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind in einer Broschüre unter dem Titel "EUREWelcom - Service-Guide" zusammengestellt. Diese Broschüre wird in den nächsten Tagen in den Kreisverwaltungen der Landkreise und in der Stadtverwaltung Trier für Interessierte ausgelegt werden.
Bis heute haben mehr als 6300 Menschen mit Behinderung in den Landkreisen Bitburg-Prüm und Daun eine EURECARD erhalten. In diesen Tagen erhalten etwa 21.000 behinderte Menschen in Trier und Trier-Saarburg die neue EURECARD per Post. Damit können sie in den nichtdeutschen beteiligten Regionen die dort gültigen Vergünstigungen in den Dienstleistungsbetrieben und Unternehmen in Anspruch nehmen. "Damit sind wir einen großen Schritt weiter in der Entwicklung einer barrierefreien grenzüberschreitenden Tourismusregion", so der Staatssekretär. omp
Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.eurecard.org.
Quelle: Rehacare