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  #1  
Alt 11.07.2007, 22:30
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angelika angelika ist offline
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Standard Kongress "Persönliche Assistenz" - Erfahrungen und Notwendigkeiten

Kongress "Persönliche Assistenz" - Erfahrungen und Notwendigkeiten

Im Oktober 2007 findet in Wien eine BIZEPS-Veranstaltung zum Thema "Persönliche Assistenz" statt. Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland werden über neueste Erkenntnisse (und alte Weisheiten) zum Thema berichten.

"Behinderte Menschen als Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber" ist ein Thema, das auch in Österreich mehr und mehr an Bedeutung gewinnt; ob nun als "Persönliche Assistenz", als "Direktzahlung" oder als "Persönliches Budget" realisiert.
Ziel dabei ist es, die Selbstbestimmung und Wahlfreiheit behinderter Menschen zu erhöhen. Doch wie schwer es im Alltag ist, umfassende und ganzheitliche Persönliche Assistenz für behinderte Menschen durchzusetzen, zeigt uns die Praxis.
Diese Veranstaltung ist ein wichtiger Termin für die Weiterentwicklung der Persönlichen Assistenz in Österreich. Für diesen Kongress wurden Referentinnen und Referenten aus dem deutschsprachigen Raum eingeladen, um über ihre Erfahrungen zu berichten.
Schwerpunkte


In Österreich erproben derzeit die Bundesländer unterschiedliche Herangehensweisen an das Thema, in der Schweiz und Deutschland gibt es hochinteressante neue Entwicklungen und Regelungen, die es verdienen, genauer betrachtet zu werden.
Über das Schweizer "Modellprojekt Persönliche Assistenz" wird Katharina Kanka berichten, Uwe Frevert wird über den Stand des "Persönlichen Budgets" in Deutschland referieren.
Die Veranstaltung soll zum nationalen und internationalen Informationsaustausch über das Thema "Persönliche Assistenz" beitragen und so eine Erhebung des Status quo sowie den Vergleich der bestehenden Modelle ermöglichen.
"Was war effizient und hat gut funktioniert und was nicht?", wird ebenso hinterfragt, wie "Welche gesetzlichen Grundlagen gibt es für Persönliche Assistenz in Österreich?" und "Welche Regelungen fehlen (noch) zu einer bundeseinheitlichen Lösung?"
Termin


Der Kongress findet am 17. bis 18. Oktober 2007 von jeweils 10 bis 18 Uhr statt. Für den ersten Tag sind Impulsreferate, Vorträge sowie Präsentationen geplant, am zweiten Tag werden Praxis-Workshops angeboten.
Veranstaltungsort ist das Hotel Wimberger, 1070 Wien, Neubaugürtel 34-36. Das Hotel ist barrierefrei. Die Veranstaltung wird in Österreichische Gebärdensprache gedolmetscht.
Zielgruppe


Die Veranstaltung richtet sich an behinderte Menschen, die mit Persönlicher Assistenz leben oder leben möchten sowie Entscheidungsträger aus Politik, Verwaltung und NGOs. Diese Veranstaltung wird vom Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz gefördert.
Anmeldung


Die Teilnahmegebühr beträgt für einen Tag 20 Euro, für beide Tage 30 Euro. In diesem Betrag sind eine Konferenzmappe, Erfrischungsgetränke und Snacks in den Pausen sowie ein reichhaltiges Mittagsbuffet enthalten.
Da wir davon ausgehen, dass diese Veranstaltung auf reges Interesse stößt, ersuchen wir um rasche Anmeldung per Mail an andrea.pompe@bizeps.or.at bzw. unter Telefon: 01 / 523 89 21 oder Fax: 01 / 523 89 21 20. Weitere Informationen: Persönliche Assistenz, BIZEPS
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angie
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  #2  
Alt 12.07.2007, 09:49
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hspeine hspeine ist offline
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Standard Veranstaltung Persönliches Budget

Vorankündigung einer Veranstaltung zum Persönlichen Budget
am 26.09.2007 um 18.00 Uhr in Emden


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
in Zusammenarbeit mit der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange Behinderter Menschen, Frau Karin Evers-Meyer, der Volkshochschule Emden, dem Behindertenbeirat der Stadt Emden und unserem Büro werden wir am 26.09.2007 in der Zeit von 18.00 bis 20.00 Uhr eine Veranstaltung zu dem oben erwähnten Thema durchführen. Das Programm wird nach dem jetzigen Stand wie folgt aussehen.
Begrüßung durch
- Rolf Eckard, Leiter der Volkshochschule Emden
- Andrea Risius, Bürgermeisterin der Stadt Emden
- Karl Finke, Behindertenbeauftragter des Landes Niedersachsen


- Einführung Karin Evers Meyer MdB
- Vortrag zum Thema durch Fachreferenten
- Bericht von Budgetnehmerinnen als Experten in eigener Sache


Diskussion mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern

Anmerkung:
Im Rahmen der Veranstaltungen wird ein Infostand aufgebaut. Hier erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer (auch nach der Veranstaltung) weitere Informationen und Materialien zum Thema.
Die Veranstaltung wird
am: 26.09.2007
von: 18.00 bis 20.00 Uhr
Ort: Forum der Volkshochschule Emden,
An der Berufsschule 3,
26721 Emden


Behindertenbeauftragter des Landes Niedersachsen
Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz 2
30159 Hannover
Tel.: (0511) 120-4007
Quelle:http://www.behindertenbeauftragter-n...ng260907.shtml
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  #3  
Alt 18.10.2007, 09:57
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angelika angelika ist offline
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Standard Internationaler Kongress "Persönliche Assistenz" in Wien

Behinderte Menschen fordern Selbstbestimmungsrecht

Internationaler Kongress "Persönliche Assistenz" in Wien


"Nur mit Persönlicher Assistenz ist es für behinderte Menschen möglich, ein gleichberechtigtes und eigenverantwortliches Leben zu führen", sagt Annemarie Srb-Rössler, Obfrau des Behindertenberatungszentrums BIZEPS, welches am 17. und 18. Oktober in Wien einen Kongress mit internationalen Referentinnen und Referenten abhält.
Bei dieser Veranstaltung werden die aktuelle Entwicklung in den deutschsprachigen Nachbarländern beleuchtet sowie Erfahrungen und Lösungsansätze diskutiert. Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik sowie von Behörden und Wohlfahrtsträgern erhalten hier Gelegenheit, mit direkt Betroffenen aus dem NGO-Bereich über deren positive Erfahrungen mit Persönlicher Assistenz zu sprechen.
"Persönliche Assistenz ist zwar international immer mehr zum Begriff einer innovativen Behindertenpolitik geworden, aber viele Kostenträger übernehmen noch nicht die Finanzierung", hält Srb-Rössler fest. Ein Fakt, den sie zum Teil auch darauf zurückführt, dass es sich hier um einen Paradigmenwechsel in der Behindertenpolitik handelt: Nicht die/der BetreuerIn/PflegerIn sagt, wo es langgeht, sondern der behinderte Mensch leitet seine AssistentInnen an, WANN, WO und WIE er Hilfe bzw. Unterstützung benötigt.
Dieses innovative Modell garantiert mittlerweile in vielen Ländern als einziges, dass die Hilfe maßgeschneidert den Betroffenen zugute kommt. Mit Hilfe von Persönlichen Assistentinnen, die von Betroffenen geschult und angeleitet werden, wird es selbst schwerbehinderte Menschen möglich, einem Beruf nachzugehen, ihre Steuern zu zahlen und somit gleichberechtigt am Leben teilzunehmen. "Wir sind nicht mehr aufzuhalten", lautet das Motto der österreichischen Behindertenbewegung unterstreicht Srb-Rössler und weist auch auf das Interesse des Sozialministeriums hin, welches den Kongress finanziell fördert.

quelle:bizeps
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Geändert von angelika (18.10.2007 um 10:00 Uhr).
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  #4  
Alt 28.10.2007, 19:28
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Standard

"Persönliche Assistenz - Erfahrungen und Notwendigkeiten"

Unter diesem Titel veranstaltete BIZEPS - Zentrum für Selbstbestimmtes Leben am 17. und 18. Oktober 2007 einen Kongress in Wien.

Zwei anstrengende und inhaltsreiche Kongresstage erwarteten die rund 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Kongress "Persönliche Assistenz - Erfahrungen und Notwendigkeiten", den BIZEPS organisierte und das Sozialministerium finanziert hatte. Die Veranstaltung war in mehrere thematische Blöcke gegliedert.
"Persönliche Assistenz in Deutschland"


Im ersten Teil referierte Uwe Frevert (fab - Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter) zum Thema "Persönliche Assistenz in Deutschland" sowie "Möglichkeiten mit dem Persönlichen Budget". Er zeigte Vor- und Nachteile der neuen Regelung auf, wie sie mit 1. Jänner 2008 in Deutschland in Kraft tritt.
Es gebe in Deutschland über 2.000 behinderte Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber "mit erheblichen Hilfebedarf, die ihre persönliche Assistenz (personelle Hilfe) eigenständig, d. h. ohne Dienste seit fast 20 Jahren organisieren", hielt Frevert fest und nannte dies den "Vorläufer des Persönlichen Budgets".
Wie wichtig die Umleitung der Geldflüsse ist, hielt er in folgendem Beispiel (Zahlen aus dem Jahr 2002) fest: "73 % der Gelder fließen in die Aussonderung und nur 27 % werden für ambulante Hilfen verwendet." Das Persönliche Budget ist "keine neue Quelle zur Finanzierung von Hilfen, sondern ist nur eine besondere Form der Leistungsausführung", so Frevert.
"Pilotversuch Assistenzbudget in der Schweiz"


Katharina Kanka (FassiS - Fachstelle Assistenz Schweiz) führte zuerst in das schweizerische Unterstützungssystem ein und erzählte dann vom Zustandekommen des Pilotversuches Assistenzbudget in der Schweiz.
Die Forderung der Schweizer Selbstbestimmt-Leben-Bewegung nach einem Assistenzbudget erhielt "knapp keine Mehrheit" im Parlament und daher kam es zu einem Pilotprojekt zur Erprobung des Assistenzbudgets".
"Der Pilotversuch ist gewissermaßen für uns ein notwendiges Übel", hielt Kanka fest und führte aus: "Er bietet die Chance, das, was bisher theoretisch war oder sich auf ausländische Erfahrungen berief, direkt greifbar zu machen und im Schweizer Behindertenwesen in der Praxis zu erproben."
Der Pilotversuch, an dem rund 260 Personen teilnehmen, startete Anfang 2006 und läuft drei Jahre. Er kann, wenn er erfolgreich ist, vom Bundesrat um vier Jahre verlängert werden.
"Jede anerkannte Assistenzstunde wird in der Regel mit 20 Euro angerechnet. In Ausnahmefällen, wenn wirklich eine besondere Qualifikation der AssistentInnen nötig ist (z.B. Gebärdendolmetscher), beträgt der Stundenansatz 30 Euro. Im Totalen beträgt das Assistenzbudget maximal 8.400 Euro pro Monat plus der höchsten Assistenzpauschale von 600 Euro", zeigt Kanka die finanziellen Rahmenbedingungen auf.
Situation auf Bundesebene


Nach der Vorstellung des BIZEPS-Ratgebers "Selbstbestimmt Leben mit Persönlicher Assistenz" sollte Sozialminister Dr. Erwin Buchinger (SPÖ) das Referat "Wer bezahlt Persönliche Assistenz in Österreich?" halten. Durch eine kurzfristige Verschiebung des Ministerrates war er leider verhindert und Dr. Hansjörg Hofer sprang kurzfristig für ihn ein. Der Beamte aus dem Sozialministerium sagte zu, dass die an Buchinger gerichteten Fragen schriftlich beantwortet werden.
Der Leiter der Landesstelle Wien des Bundessozialamtes, Dr. Günther Schuster, sprach über die Erfahrungen mit "Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz im Bundesland Wien".
Modellprojekt Persönliche Assistenz in Wien


Am Nachmittag ging es zuerst um die "Zwischenergebnisse des Modellprojekts Persönliche Assistenz in Wien". Der Fonds Soziales Wien (FSW) ist damit beauftragt, "alle bereits vorliegenden Erfahrungen, Ergebnisse und Einschätzungen aufzubereiten und der Politik als Entscheidungsbasis zur Verfügung zu stellen", hält Mag. Birgit Blochberger in ihrem Referat fest.
Derzeit erhalten 21 Personen Geld für Persönliche Assistenz im Rahmen des Modellporjekts. Die Zufriedenheit der Projektteilnehmenden ist "sehr hoch". Viele berichten von "erweiterter Teilnahmemöglichkeit am gesellschaftlichen Leben" sowie "Angehörigenentlastung bei gleichzeitiger Erhöhung der Unabhängigkeit von diesen". Ebenfalls positiv seien die "gesundheitlichen Verbesserungen" der Teilnehmenden sowie die legalen rund 110 Assistenzarbeitsverhältnisse, die geschaffen wurden. Ebenfalls hoch seien aber auch die Kosten, obwohl nur ein Satz pro bewilligter Stunden von 13,73 Euro ausbezahlt werde.
Anschließend gab es Berichte der Modellprojektteilnehmer Angelika Gruber und Hannes Wurstbauer, die von ihrer Lebenssituation berichteten.
Bundesländerberichte


Den Abschluss des ersten Tages bildeten die Berichte aus den österreichischen Bundesländern zur Persönlichen Assistenz. Über die jeweiligen Erfahrungen mit Persönlicher Assistenz in den Bundesländer sowie spezifische Regelungen der Bundesländer berichteten Hubert Stockner (Tirol), Mag. Karin Kien (Steiermark), Brigitte Moosbrugger (Oberösterreich), Sabrina Nitz (Vorarlberg) und Martin Ladstätter (Wien).
Strategien


Den zweiten Tag eröffnete eine Gesprächsrunde zum Thema "Strategien zur österreichweiten Umsetzung von Persönlicher Assistenz". Es ging um die Frage einer "Lebensperspektive außerhalb der Heime" und wie dies mit Persönlicher Assistenz erreichbar ist. Anhand von 12 Strategien zeigten Mag. Dorothea Brozek, Martin Ladstätter und Annemarie Srb-Rössler auf, wie das Ziel "Bedarfsgerechte Persönliche Assistenz in Österreich" erreichbar sein könnte.
Workshops


Den Abschluss des Kongresses bildeten die zweistündigen Workshops zu den Themen:
  • "Keine Minute allein!" - Leben mit 24 Stunden Persönlicher Assistenz
  • "Persönliches Budget - Was ist das?"
  • "Wie ist Qualitätssicherung bei Persönlicher Assistenz möglich?"
  • "Assistenzbudget - Jetzt bestimme ich
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