Mehr als 120.000 Menschen in der Bundesrepublik Deutschland leiden an Multiple Sklerose (MS), jährlich ist mit circa 3.000 Neuerkrankungen zu rechnen. Bei dieser häufigsten Erkrankung des zentralen Nervensystems wird die Myelinschicht - sie umhüllt als Schutz die Nervenbahnen und sorgt für eine reibungslose Impulsweitergabe - aus bislang unbekannter Ursache wahllos und an unterschiedlichen Stellen angegriffen und zerstört. In der Folge können die Nervensignale nur mehr verzögert weitergeleitet werden. Bildlich gesprochen ist MS wie 'umsteigen vom ICE auf die S-Bahn'.
Kaum eine andere Erkrankung gibt sich auf so vielfältige Weise zu erkennen wie die MS. Daher wird sie auch 'Krankheit der 1.000 Gesichter' genannt. Die Symptome und die mit ihnen einhergehenden Beeinträchtigungen sind bei jedem Patienten anders und reichen von Taubheitsgefühlen über Seh-, Koordinations- und Konzentrationsstörungen bis zu Lähmungserscheinungen. Hinzu kommen nicht selten auch psychische Verstimmungen.
Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft
50 Jahre Hilfe für MS-Erkrankte Forschen, helfen, aktiv leben und informieren - diese vier Schwerpunkte stellen die heutige Arbeit der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) dar. In den Landesverbänden bieten haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter den MS-Erkrankten und ihren Familien fundierte Beratung und umfangreiche soziale und therapeutische Hilfe an. Darüber hinaus haben die Landesverbände ein tragfähiges Netz von Kontakt- und Selbsthilfegruppen aufgebaut, in denen Erkrankte Erfahrungen austauschen können und gemeinsam ihre Freizeit gestalten.
Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie im eJournal MEDIZIN ASPEKTE unter der URL
www.medizin-aspekte.de/index.php?id=2054492517.0
Quelle: Handicap-Info