25 Millionen Euro für Projekte
Frankfurt/Main (kobinet) Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung hat im Jahr 2006 rund 25 Millionen Euro für ihre Modellprojekte bereitgestellt. Das wurde heute in Frankfurt am Main auf der Jahrespressekonferenz einer der größten deutschen Privatstiftungen mitgeteilt. Sie unterstützt zum Beispiel die Multiple-Sklerose-Forschung.
In ihren Förderbereichen Neurowissenschaften, Europäische Integration und Erziehung zur Demokratie hat sie seit dem Jahr 2000 Mittel in Höhe von rund 180 Millionen Euro für 250 Projekte bereitgestellt. "Es ist uns in den vergangenen Jahren gelungen," so Vorstandsvorsitzender Dr. Michael Endres, "frühzeitig Fragestellungen aufzugreifen, die heute ganz oben auf der politischen Agenda stehen - etwa beim Thema Hauptschule, bei der Integration von Zuwandererkindern, in der frühkindlichen Bildung, bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder im Kampf gegen Alzheimer."
Im Förderbereich Neurowissenschaften zählt das Hertie-Institut für klinische Hirnforschung nach einer Anlaufphase von nur vier Jahren bereits zu den führenden Einrichtungen. Im letzten Jahr hat es besonders im Kampf gegen Parkinson und Alzheimer grundlegende Arbeiten veröffentlicht - darunter erstmals den Nachweis der Übertragbarkeit von Alzheimer, was neue Perspektiven für die Bekämpfung dieser Krankheit schafft.
Für die Leitung ihres Instituts für Neuroimmunologie und klinische Multiple-Sklerose-Forschung in Hamburg konnte die Stiftung Professor Dr. Roland Martin gewinnen. Er gilt als einer der besten MS-Forscher der Welt und ist für seine neue Aufgabe von einer leitenden Forschungsposition aus den USA zurückgekehrt. Mit der Einrichtung der
"Hertie-Senior-Forschungsprofessur", die einem herausragenden Wissenschaftler ermöglichen soll, sich zum Ende seiner beruflichen Laufbahn ausschließlich der Forschung zu widmen, hat die Stiftung im vergangenen Jahr eine Entwicklung angestoßen, die inzwischen zu mehreren vergleichbaren Positionen geführt hat. sch
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Quelle: Rehacare